Ein eigenes Forum für die Filmkünstler Murnau und Massolle

Das Heimatministerium fördert das Vorhaben der Stiftung Tri-Ergon Filmwerk mit einem satten sechsstelligen Zuschuss.

Die großen Bielefelder Filmpersönlichkeiten Friedrich Wilhelm Murnau und Joseph Massolle sollen bald einen festen Platz im kulturellen Leben der Stadt erhalten. Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat der Bielefelder Stiftung Tri-Ergon Filmwerk einen Förderbescheid in Höhe von 260.000 Euro aus dem Programm „Heimatzeugnis“ überreicht. Damit kann die 2015 gegründete Stiftung Räume für ihr geplantes „Murnau-Massolle-Forum“ (MuMa) umbauen.

Die NRW-Landesregierung und die Ministerin wollen mit dem „Heimatzeugnis“ diejenigen unterstützen, die sich in besonderer Weise um Zeugen ihrer Heimat kümmern und die dazugehörige Geschichte zeitgemäß und interessant präsentieren.

„Das war eine gute Idee von Ihnen, den beiden Männern ein Denkmal zu setzen. Und es ist auch erfreulich, dass die Stiftung sich für das filmische Erbe einsetzt“, sagte Scharrenbach. Bewegte Bilder seien heute völlig selbstverständlich, da sei es etwas ganz Besonderes, die Geschichte des Films zu entdecken und wie sie sich weiterentwickelt.

Die Stiftung will mit ihrem „MuMa“ einen Ort schaffen zur Auseinandersetzung mit dem genialen Filmkünstler Friedrich Wilhelm Murnau und dem nicht weniger genialen Filmtechniker Joseph Massolle, Miterfinder des Tonfilms. Beide haben dem Kino Entscheidende Impulse gegeben. Schon zu Murnaus 100. Geburtstag merkte der damalige NRW-Kultusminister Hans Schwier an: „Große Künstler wachsen über ihre Heimat hinaus. Aber auch wenn sie weltweit gewirkt haben, sollte die Heimat ihr Gedächtnis pflegen.“

Für die Stadt Bielefeld und ihre Kunst- und Kulturgeschichte kann das Murnauund-Massolle-Forum zu einem Alleinstellungsmerkmal werden, das eine Strahlkraft weit über die Stadt und NRW hinaus erreichen kann. „Von daher sind wir der Ministerin für den Förderbescheid sehr dankbar“, sagte Stiftungsvorstand Holger Schettler. Seit vielen Jahren sammeln die Stifter Objekte, Filme und Materialien zur Kino- und Filmgeschichte und kuratieren Ausstellungen. Im Fokus steht dabei die Vermittlung des damit verbundenen Wissens. Die jüngste Ausstellung „Die große Illusion – Bielefelder Kinogeschichte(n) aus 125 Jahren“ im Bielefelder Historischen Museum war jedoch pandemiebedingt sieben von neun Monaten geschlossen.

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